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Hockeybericht aus der Nahezeitung

SC-Neunkirchen Künne Feldoberliga 2017
Foto: Nahezeitung

Idar-Oberstein. Hockey-Oberligist SC Idar-Oberstein ist erwartungsgemäß mit einer Niederlage gegen den HTC Neunkirchen in die Saison gestartet und steht am Wochenende vor zwei Auswärtsspielen. Am Samstag, 17 Uhr, gastiert das Team von Trainer Thorsten Ranft bei der TG Frankenthal II, ehe es am Sonntag um 11 Uhr seine Visitenkarte beim HC Speyer abgibt. Die Niederlage zu Hause gegen Regionalligaabsteiger und Aufstiegsfavorit Neunkirchen fiel letztlich mit 2:10 zwar happig aus, aber so schwach, wie es das Ergebnis suggeriert, war der SC Idar-Oberstein längst nicht. „Das hört sich komisch an, aber ich war mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, eigentlich zufrieden“, sagt SC-Coach Ranft. Der SC hatte sogar die erste Torchance. „Das hätte eigentlich das 1:0 für uns sein müssen“, fand Ranft. Luca Schnadthorst brachte den Ball aber nicht im Kasten unter. Ein Abwehr- und ein Torwartfehler führten danach rasch zu einem 0:2-Rückstand. Die Treffer taugten tatsächlich als Muster. Ranft stimmt zu und erklärt: „Eigentlich hat jeder Fehler von uns zu einem Tor für Neunkirchen oder zu einer kurzen Ecke geführt.“ Immerhin, die Ecken verteidigte der SC ausgezeichnet. Ranft lobt: „Das ist uns wirklich gut gelungen.“ Neben den gut verteidigten Ecken hatte der SC aber auch spielerisch einiges zu bieten. „Wir haben da gut mitgemischt und haben uns weiter auch Chancen erarbeitet“, erzählt Ranft und unterstreicht: „Wir sind nicht nur zu Kontergelegenheiten gekommen, sondern haben Möglichkeiten auch wirklich selbst kreiert.“ Doch nur Andreas Schneider traf ins Schwarze. Zur Pause lag der HTC Neunkirchen dann 5:1 in Führung. In der Halbzeit schwor Ranft seine Mannschaft darauf ein, sich mehr zu konzentrieren, um die
Fehler zu minimieren. Doch was passierte? „Es war noch keine Minute im zweiten Abschnitt vorbei, da haben wir dem Gegner einen Querpass vor dem eigenen Tor in den Stock gespielt“, schildert Ranft die Entstehung des raschen 6:1. Alex Roth verkürzte noch auf 2:6, ehe es erst in den Schlussminuten so richtig hoch wurde. „Da haben uns dann die Kräfte verlassen“,
nahm Ranft sein Team in Schutz, nicht ohne auch festzuhalten: „Wir hatten bis zum Schluss auch selbst immer wieder Chancen, haben das Tor aber nicht getroffen.“ Am Wochenende warten nun zwei Partien auf den SC Idar-Oberstein, und eigentlich böte der erste Auftritt in Frankenthal auch die Gelegenheit zum Punkten. „Wenn wir komplett wären, könnte ich mir
das vorstellen. Frankenthal ist sicherunsereKragenweite,dasTeam ist im vergangenen Jahr nur wegen des Torverhältnisses in der Oberliga geblieben“, erzählt Ranft, um dann die Erwartungen dämpfen zu müssen: „Leider sind wir nicht komplett, ich selbst fehle zum Beispiel.“ Außerdem besteht die Gefahr, dass die Frankenthaler Zweite Hilfe aus ihrer ersten Mannschaft,
die in der 2. Bundesliga spielt, bekommt. „Gerade zu Beginn einer Saison ist das zu befürchten“, bestätigt Ranft, wohl wissend, dass die Frankenthaler Erste erst am 9. September in die Runde startet. Aber vielleicht geht für den SC Idar-Oberstein ja doch etwas. In Frankenthal oder überraschend einen Tag später beim HC Speyer.
Bericht: SaschaNicolay / Nahezeitung